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Gründung am 27. Februar 1900

125 Jahre FC Bayern München: Tradition, Tore und Titel

Am 27. Februar 1900 wurde in einem Münchner Café von elf fussballbegeisterten Männern der FC Bayern München gegründet. 125 Jahre später kann der Verein auf eine nationale und internationale Erfolgsgeschichte zurückblicken, die ihresgleichen sucht.

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Der FC Bayern München kann auf 125 Jahre Tradition zurückblicken.
Der FC Bayern München kann auf 125 Jahre Tradition zurückblicken. imago/imagebroker

Der FC Bayern München steht international wie kein anderer Verein für den deutschen Fussball. Rekordmeister, Rekordpokalsieger, sechsmaliger Champions–League–Sieger – die Liste der nationalen und internationalen Titel scheint endlos. Mit über 380.000 Mitgliedern sind die Roten zudem auf Platz zwei der mitgliederstärksten Vereine der Welt. Entweder man liebt den FCB oder man hasst ihn – an «Mia san mia» kommt aber kein Fussballfan vorbei. Dafür ist die 125–jährige Erfolgsgeschichte des Vereins einfach zu beeindruckend.

«Rebellion» am 27. Februar 1900

«Am Anfang des FC Bayern steht eine Rebellion», beginnt der Verein seine Gründungsgeschichte auf seiner Website. Am 27. Februar 1900 entschieden sich demnach elf Männer des Münchner Männer–Turnvereins in einem Schwabinger Café, sich von der Organisation abzuspalten und ihren eigenen Fussballclub zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die neumodische Sportart aus England noch belächelt.

Noch – denn bereits sieben Jahre später herrschte reger Konkurrenzkampf um die Vormachtstellung im Münchner Fussball. Noch vor der Bundesliga, die erst 1963 gegründet wurde, feierte der FC Bayern erste Titel. Mehrmals gewann der Club die Ostkreismeisterschaft und stellte seinen ersten Nationalspieler. 1932 folgte dann der erste grosse Triumph: Der FC Bayern holte die Deutsche Meisterschaft – 32 weitere sollten folgen.

Der FC Bayern wird zur Legende

In den 1960er– und 70er–Jahren begann das goldene Zeitalter der Bayern. Spieler wie Gerd Müller, Franz Beckenbauer, Sepp Maier und Uli Hoeness prägten den Verein nachhaltig. Mit dieser Generation gewann der FC Bayern von 1972 bis 1974 drei Meisterschaften in Folge und sicherte sich 1974 erstmals den Europapokal der Landesmeister, die heutige Champions League. Zwei weitere Titel folgten in den Jahren 1975 und 1976. Der Verein war endgültig zur europäischen Top–Adresse avanciert.

«Damals war es ein Fussballverein, und jetzt sind wir ein Weltclub, der in diesem Land, in dieser Stadt tief verwurzelt ist», beschreibt Ehrenpräsident Hoeness (73) diesen Aufstieg in einem Interview mit «t–online». Dem stimmt auch Gustl Starek (80) zu, der ebenfalls am ersten Double der Vereinsgeschichte beteiligt war: «Der FC Bayern ist heute weit mehr als ein Fussballclub – er ist eine Institution, aber hat sich die familiären Werte erhalten, die ihn schon zu meiner Zeit ausgezeichnet haben. Es gibt weltweit kaum einen Club, der eine solch grosse Strahlkraft hat wie der FC Bayern», sagte er dem Mitgliedermagazin «51».

Titelmaschine FCB

Und er hat Recht: Seither dominieren die Bayern den deutschen Fussball wie kein anderer Club. 33 Deutsche Meisterschaften stehen zu Buche – davon allein elf in Folge ab 2013. Dazu kommen 20 DFB–Pokalsiege sowie zahlreiche nationale und internationale Supercup–Triumphe.

In Europa sind die Roten ebenfalls ein Gigant. Sechs Champions–League–Siege, das legendäre Triple 2013 und das historische Sextuple 2020 unter Hansi Flick (60) sowie unzählige weitere Erfolge haben den FC Bayern zu einem der erfolgreichsten Vereine der Fussballgeschichte gemacht. Das wissen die Bayern, darauf sind sie stolz – und das wollen sie sich auch von niemanden streitig machen lassen. «Diese Saison und in Zukunft wird der FC Bayern immer an der Spitze stehen», stellte beispielsweise Bayern–Torwart–Legende Oliver Kahn (55) 2008 bei seinem Bayern–Abschied klar.

Nur grosse Namen in München

Apropos Oliver Kahn: Kein Verein in Deutschland hat mehr Fussballlegenden hervorgebracht als der FC Bayern. Von Franz Beckenbauer (1945–2024), der den Verein als Spieler, Trainer und Präsident prägte, bis hin zu Gerd Müller (1945–2021), der als «Bomber der Nation» Rekorde für die Ewigkeit aufstellte.

«Sie sind die beiden Pfeiler, auf denen der FC Bayern aufgebaut wurde», betont Hoeness zu den beiden bereits erwähnten Spielern. «Ohne die grossartigen Leistungen von Franz, seine Ausstrahlung, seine Persönlichkeit und die Tore von Gerd, die unnachahmlich waren und sind, wäre der FC Bayern nicht da, wo er heute ist.»

Aber auch spätere Spieler–Generationen haben den Verein mitgeprägt. Lothar Matthäus, Mehmet Scholl, Mario Basler oder Jürgen Klinsmann in den wilden 90ern, in denen beim «FC Hollywood» ein privater Skandal auf den nächsten folgte; Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller in den 2000ern. Die Trainerbank des FC Bayern liest sich ebenfalls voller Erfolgsgaranten: Udo Lattek, Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes, Pep Guardiola oder Hansi Flick – um nur einige der grossen Namen zu nennen, die mit dem FCB Titel um Titel gewannen und ihm auch heute noch immer verbunden sind.

Eine weltweite Marke

Heute ist der FC Bayern nicht nur ein Fussballverein, sondern eine globale Marke. Der Club hat Fans auf der ganzen Welt, ist wirtschaftlich enorm erfolgreich und besitzt mit der Allianz Arena eines der modernsten Stadien Europas.

Doch trotz aller Erfolge bleiben natürlich Herausforderungen. Die internationale Konkurrenz in der Champions League wächst und auch in der Bundesliga versuchen andere Vereine, den Münchnern den Thron streitig zu machen. Zuletzt gab es ausserdem Trainerverschleiss und eine hohe Fluktuation in den Führungspositionen – Unstimmigkeiten führten 2023 zur Entlassung von Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidžić (48). In der Saison 23/24 ging der FC Bayern daraufhin erstmals seit zwölf Jahren ganz ohne wichtigen Titel heim.

Doch die riesige Fangemeinde des FC Hollywood kann das nicht trüben. Der Titel– und Rekordhunger ist nach wie vor gross, die Erfolgsgeschichte geht weiter – und sie ist noch lange nicht zu Ende. Mia san mia – seit 125 Jahren.

Von SpotOn vor 4 Stunden