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Junge Ärzte sollen lernen können

Michael Hartl will seinen Körper der Wissenschaft spenden

Viele Menschen machen sich lange vor dem eigenen Tod Gedanken, was mit ihren Körpern geschehen solle. So auch Marianne und Michael Hartl. Er möchte seine sterblichen Überreste der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Seine Frau wünscht sich, dass ihre Asche in den Alpen verstreut wird.

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Marianne und Michael Hart haben genaue Pläne für die Zeit nach ihrem Tod.
Marianne und Michael Hart haben genaue Pläne für die Zeit nach ihrem Tod. Hannes Magerstaedt/Getty Images

Für viele Menschen wäre dies eine Horrorvorstellung, nicht so für Volksmusik–Star Michael Hartl (76). Der Österreicher gab in einem Interview mit der «Bild»–Zeitung bekannt, dass er nach seinem Tod seinen Körper der Wissenschaft spenden möchte. «Ich werde ihn jungen Ärzten im Studium zur Verfügung stellen, damit sie genauer lernen können», so der Star des Duos Marianne und Michael. Er halte es für den medizinischen Fortschritt essenziell, dass Studierende an echten Körpern forschen könnten.

Deswegen könnten die jungen Mediziner an ihm «herumschnippeln, wie sie wollen», erklärt der Musiker: «Ich bin dann ja tot und merke nichts mehr.» Anschliessend, wenn alle wichtigen Erkenntnisse gewonnen worden seien, wolle er, dass seine Asche zusammen mit seiner Ehefrau Marianne Hartl (72) verstreut werde. Seine Gattin unterstützt seine Pläne: «Das ist eine gute Entscheidung.» Sie selbst bereut, dass sie einst bei ihrem Vater nicht zugestimmt habe, dass dessen toter Körper von Medizinern erforscht werde: «Das war ein Fehler.»

Marianne Hartl weiss genau, wo ihre Asche verstreut werden soll

Auch die 72–Jährige hat sich im Übrigen bereits Gedanken darüber gemacht, was mit ihren sterblichen Überresten nach dem Tod geschehen solle. Im identischen Interview mit der «Bild»–Zeitung sagte sie, dass ihre Asche eines Tages über dem Wilden Kaiser in Tirol «für immer und ewig» verstreut werden solle. Sie könne sich nichts Schöneres vorstellen.

Wohl auch zur Zufriedenheit ihres Mannes: «Fast ein halbes Jahrhundert schon verbringen wir Zeit in unserem Ferienhaus in Fieberbrunn und fokussieren uns täglich auf den Blick zum Wilden Kaiser. In allen Lebenslagen, in allen Situationen und Stimmungen», so Marianne Hartl. Der Gebirgszug des Kaisergebirges gebe ihnen «so viel Kraft». Sie hätten ihn bereits millionenfach fotografiert und er fasziniere beide immer wieder aufs Neue.

Von SpotOn vor 11 Stunden