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«A Hollywood Tragedy»

Warum starb Matthew Perry? Neue Doku sucht nach Antworten

Im Oktober 2023 starb Matthew Perry an einer Überdosis Ketamin. Eine neue Doku versucht nun, offene Fragen über das Leben und den Tod des «Friends»–Stars zu beantworten.

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Matthew Perry wurde nur 56 Jahre alt.
Matthew Perry wurde nur 56 Jahre alt. IMAGO/ZUMA Press Wire

Es wirkt geradezu unglaublich: Seit rund eineinhalb Jahren weilt Matthew Perry (1969–2023) nun schon nicht mehr unter uns. Am 28. Oktober 2023 starb der «Friends»–Star im Alter von lediglich 54 Jahren an den «akuten Auswirkungen von Ketamin», wie es später im Autopsie–Bericht heisst. Eine neue Peacock–Doku namens «Matthew Perry: A Hollywood Tragedy», die in den USA seit vergangenem Dienstag zu sehen ist, versucht sich an der schweren Aufgabe, Gründe für die Tragödie zu liefern. War Perrys Tod gar unvermeidbar?

Regisseur Robert Palumbo beginnt seine Dokumentation in der frühsten Kindheit des Stars. Nach der Scheidung seiner Eltern sei der junge Perry immer wieder allein von Kanada, wo seine Mutter arbeitete, nach Los Angeles geflogen. Dort war sein Vater als Model und Schauspieler tätig und führte ihn in die Welt des Glamours, aber auch der Versuchungen ein.

Die Doku suggeriert, dass bereits hier der Grundstein für die letztendlich lebenslange Einsamkeit gelegt worden sei, die Perry angeblich verspürt haben soll – und die zu seiner schweren Drogen– und Alkoholsucht und schliesslich zu seinem tragischen Tod geführt haben könnte.

Ein lebenslanger Zwiespalt?

Um diese Beobachtung zu unterstreichen, wurde diese Stelle der Doku mit einem Voice–Over von Perry unterlegt, in denen er aus seinem Enthüllungsbuch «Friends, Lovers and the Big Terrible Thing» vorliest, das 2022 erschienen war.

Auch als der Schauspieler als Teil der «Friends»–Serie zu weltweitem Ruhm gelangte, habe er sich stets im Zwiespalt mit sich selbst befunden. Perry, so eine der Aussagen der Doku, sei ein Paradebeispiel dafür gewesen, dass selbst alles Geld dieser Welt nicht zwangsläufig glücklich machen würde. Das habe Perry stattdessen zunehmend mit der Droge Ketamin versucht, die ihm am Ende das Leben kosten sollte.

Ein «Friends»–Star kommt kurz zu Wort

Seine fünf Co–Stars der Sitcom «Friends» kommen in der Dokumentation allenfalls per Archivaufnahmen zu Wort. Nur eine Schauspielerin der Serie willigte ein, in der Peacock–Produktion über den Tod von Matthew Perry zu sprechen: Morgan Fairchild (75), die die Mutter von Perrys Figur Chandler Bing verkörperte. Sie beteuert: «Ich habe versucht, ein wenig auf ihn zuzugehen und ihn wissen zu lassen, dass ich für ihn da bin.»

Gegen Ende des rund einstündigen Films wird noch ein Ausblick auf die anstehenden Gerichtsprozesse gegeben, bei denen sich mehrere Menschen für Perrys Tod verantworten müssen. Die Doku will diesbezüglich unter anderem mit angeblichen Textnachrichten der Angeklagten belegen, dass sie Perry als «naives Opfer» angesehen hätten, mit dem leichtes Geld zu machen sei.

Im Mai dieses Jahres wird laut «USA Today» Perrys ehemaliger Assistent Kenneth Iwamasa sein Urteil erwarten, im September sei sein Arzt Mark Chavez an der Reihe. Beide hatten sich bereits schuldig bekannt. Bei weiteren Personen stehen die Prozesse noch aus.

Ob die Dokumentation eines Tages auch in Deutschland zur Verfügung gestellt wird, ist bislang nicht bekannt.

Von SpotOn vor 2 Stunden