Prinz William, 39, setzt sich seit Jahren für den Klimaschutz ein, Prinz Charles, 72, wird gerne «der grüne Prinz» genannt und wies schon auf die Klimaproblematik hin, als diese noch kaum jemanden interessierte. Dass nun Prinz George mit seinen acht Jahren bereits einen ausgeprägten Sinn für den Schutz der Umwelt hat, liegt also fast schon auf der Hand.
Kürzlich musste der kleine Prinz jedoch erfahren, dass nicht alle Menschen so umweltbewusst sind, wie seine Familie – und das hat ihn ziemlich aufgewühlt. Im BBC-Podcast «Newscast» erzählte Prinz William, wie es dazu kam.
William sagte: «George hat vor Kurzem in seiner Schule bei einem Müllsammeltag teilgenommen. Wir haben uns danach unterhalten und er war etwas ratlos.» Der Grund dafür: Als George am nächsten Tag die selbe Route ging, lag wieder fast gleich viel Müll auf der Strasse, wie er eingesammelt hat. George sei deshalb sehr «verwirrt und wütend» gewesen.
Er habe versucht, zu verstehen, woher all der Abfall herkommt und zu William gesagt: «Wir haben alles sauber gemacht. Aber warum ist der Müll dann trotzdem nicht verschwunden?»
William wiederum ist besorgt darüber, dass Prinz George und dessen Generation noch in Jahrzehnten über den Klimawandel sprechen müssen. Zum Interviewer sagte er: «Für mich wäre es eine absolute Katastrophe, wenn George in 30 Jahren mit Ihnen oder Ihrem Nachfolger hier sitzen würde und immer noch das Gleiche sagen müsste.» Denn dann sei es nämlich zu spät.
Von mangelndem Umweltbewusstsein und fehlenden Taten sind übrigens nicht nur Prinz George, Prinz William und Prinz Charles genervt, sondern auch Queen Elizabeth II., 95. Normalerweise äussert sich die Monarchin kaum öffentlich zu politischen Themen. Eine klare Meinung hat sie dennoch, wie sich am vergangenen Donnerstag bei der Parlamentseröffnung in Cardiff zeigte.
Dort unterhielt sich die Queen mit ihrer Schwiegertochter Herzogin Camilla, 74, und der walisischen Abgeordneten Elin Jones, 55, und wurde dabei gemäss britischen Medien unbemerkt gefilmt. Auf den Aufnahmen sei zu hören, wie die 95-Jährige im Hinblick auf die bevorstehende UN-Klimakonferenz in Glasgow sagt: «Es ist wirklich irritierend, wenn sie reden, aber nicht handeln.»