Es weihnachtet sehr – auch im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Berlin, wo die Mitarbeiter ihre wachsigen Stars und Sternchen in festliche Kleidung gesteckt haben, um sie würdig durch die Feiertage zu bringen. Bei einer Musik-Ikone hilft aber auch das aufreizende Mini-Kleidchen aus rot-weissem Samt nicht wirklich weiter, zumindest nicht dafür, die Nachbildung zu erkennen.
Oder hättet ihr gemerkt, dass es sich bei der Figur um die R&B-Sängerin Rihanna, 33, handelt? Eben. Twitter-Usern aus aller Welt geht es genau gleich und auch sie fragen sich, nach welchem Vorbild hier die Berliner Rihanna in Wachs gegossen wurde.
So sieht Rihanna wirklich aus
Die Kommentare zur misslungenen Rihanna könnten hämischer kaum sein. «Einschmelzen, neu versuchen», schreibt ein User auf Twitter. «Wenn das Rihanna ist, bin ich Jay-Z», spottet ein anderer.
Madame Tussauds hat sich noch nicht gemeldet und erklärt, warum ihre Wachs-Rihanna so in die Hose gegangen ist. Doch der Musik-Star muss sich nicht aufregen, denn mit einem danebengegangenen Ebenbild aus Wachs oder Bronze, ist sie nicht alleine. Gleich zwei Fussball-Stars mussten so eine zweifelhafte Ehre bereits verkraften. Besser erging es immerhin Lady Diana, der verstorbenen Prinzessin der Herzen.
Seit dem 1. Juli 2021 erinnert im Garten des Kesington Palasts, dem sogenannten Sunken Garden, eine Bronze-Statue an Lady Diana. Künstler Ian Rank-Broadley wurde mit der Arbeit beauftragt und Lady Dianas Söhne Prinz Harry, 36, und Prinz William, 39, enthüllten das Werk zum 60. Geburtstag ihrer geliebten Mutter, die am 31. August 1997 in Paris verstarb.
Diana wird als Beschützerin dargestellt, die ihre Arme liebevoll auf die Schultern von zwei Kindern legt. Ihr Blick ist milde, die Frisur adrett, einzig Bluse und Rock sind etwas bieder ausgefallen – Fashionista Diana hätte sich hier wohl ein mutigeres und modischeres Outfit gewünscht, ist man sich in England sicher. Wichtiger als die Kleider ist jedoch die Frage, ob man Lady Diana überhaupt erkennt. Viele Britinnen zweifeln das an.
Ähnlichkeit, Frisur oder Outfit hin oder her – Tatsache ist, dass Lady Diana ziemlich schmeichelhaft dargestellt ist. «Sie wäre von der Statue nicht begeistert, aber sicherlich gerührt gewesen», urteilen Royal-Expertinnen. Da geht es Lady Di besser als einigen in Bronze gegossenen Stars – allen voran Fussball-Superstar Cristiano Ronaldo, 36.
Als vor vier Jahren der Flughafen auf der portugiesischen Insel Madeira in Cristiano Ronaldo Airport umbenannt werden sollte, witterte Emanuel Jorge da Silva Santos seine Chance und überzeugte die Flughafen-Leitung, ihm den Auftrag für einen Bronze-Büste des Über-Fussballers zu erteilen. Dabei ist da Silva Santos gar kein Künstler, sondern sammelt von Berufs wegen am Flughafen Madeira Zigarettenstummel auf und sorgt für Ordnung im Trolley-Chaos.
Cristiano Ronaldo traf bei der feierlichen Enthüllung seines metallenen Abbilds fast der Schlag und die Welt lachte Tränen über das Werk des Freizeit-Künstlers da Silva Santos. Dieser war verständlicherweise am Boden zerstört und wollte sein Hobby an den Nagel hängen. Das US-Sportmagazin «Bleacher Report» konnte ihn jedoch zu einem zweiten Versuch überreden – diesmal gelang da Silva Santos ein hübscher Ronaldo, seine Künstler-Ehre war wieder hergestellt.
Auch Fussball-Ikone David Beckham, 46, kann von misslungenen Darstellungen seiner ansehnlichen Gestalt ein Liedchen singen. Der britische Comedian James Corden, 42, jagte Becks in seiner «The Late Late Show» einen gehörigen Schrecken ein, als er ihn eine Statue enthüllen liess, die ihm vor dem Stadion seines damaligen Vereins LA Galaxy hätte huldigen sollen. Mit fliehendem, spitzem Kinn und leicht irren Augen, überlangen Armen und einem wuchtigen Hintern, sah Beckham aus, als hätte sich ein Karikaturist an ihm vergriffen. Beckham war – ganz englischer Gentleman – nicht wirklich begeistert, sein Missfallen zeigte er aber so anständig und mit Klasse, dass wir alle etwas von seinem Wut-Management lernen können.
Zum Glück war die verunstaltete Beckham-Statue nur ein Scherz und auch Cristiano Ronaldo durfte sich am Schluss über ein Werk freuen, das seinen durchtrainierten Körper standesgemäss wiedergibt. Seit 2004 steht im Hafen seiner Heimatstadt Funchal auf der portugiesischen Insel Madeira nun ein Bronze-Abbild, dass Cristiano Ronaldos Ego schmeicheln dürfte.