Als Kind verbrachte Viola Amherd den ganzen Sommer auf der Bettmeralp VS. «Ein Tag hier oben ist wie eine Woche Ferien», erzählte sie kürzlich in der «Schweizer Illustrierten».
Kurt ReichenbachIn ihrem Chalet «Viola», welches ihre Eltern vor 50 Jahren gebaut haben, geniesst sie die Ruhe. Viola Amherd ist kinderlos und eine «überzeugte Ledige» – oder anders gesagt: Sie lebt maximal unabhängig. In Bern gilt sie als Vertreterin des linken CVP-Flügels. Sie unterstützt die Stiefkindadoption für homosexuelle Paare und den Vaterschaftsurlaub.
Kurt Reichenbach1962 in Brig geboren, wächst Viola Amherd quasi als Einzelkind auf – die Schwester ist 14 Jahre älter. Für ihre Eltern, die in Brig ein Elektrogeräte-Geschäft betreiben, ist Viola noch als Teenager «ds Mämmi», das Baby. Die Schwarz-Weiss-Aufnahme zeigt die Politikerin als Dreijährige.
Kurt ReichenbachAb 1992 sitzt Amherd im Stadtrat von Brig-Glis, später ist sie zwölf Jahre lang Präsidentin der Stadtgemeinde. Als Gemeindepräsidentin empfängt Amherd am 27. Februar 2005 Salome Clausen, die Gewinnerin der zweiten Staffel «MusicStar».
Seit 2005 vertritt sie das Oberwallis im Nationalrat. Am 31. Mai 2005 wird Amherd (links) zusammen mit Francine John-Calame (GP/NE) in Bern vereidigt.
Lukas Lehmann/KeystoneIm Nationalrat ist sie Mitglied der Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen, Mitglied der Kommission für Rechtsfragen, Mitglied des Büros des Nationalrats sowie seit 2011 Vizepräsidentin der CVP Bundeshausfraktion.
Ex-PressAuch sportlich kann die neue Bundesrätin mithalten. Am jährlichen Parlamentslauf «Parlamotion» walkt sie am 12. Juni 2008 mit ihren Ratskolleginnen und Ratskollegen um die Wette.
Alessandro della Valle/KeystoneKultur darf nicht zu kurz kommen. Dieses Jahr besucht Amherd das 71. Filmfestival Locarno zusammen mit der CVP-Nationalrätin Ruth Humbel (links).
Alexandra PauliDie neue Bundesrätin kann auf eine lange politische Karriere zurückblicken. Ihre Dossier-Kenntnisse, ihre Vernetzung in Politik und Wirtschaft und ihre Rolle als «Brückenbauerin» sollen ihr im neuen Amt zu Gute kommen. Alles Gute und einen guten Start, Frau Bundesrätin!
Kurt Reichenbach