Ein Baby stellt das Leben von Eltern komplett auf den Kopf. Schlug man sich früher etwa an Partys und in Bars die Nächte um die Ohren, ist man plötzlich froh um jede Minute Schlaf. Treffen mit Freundinnen und Freunden finden plötzlich nicht mehr im Café, sondern auf dem Spielplatz statt. Und vor allem: Gesprächsthema Nummer eins ist das Kind. Für alle Mütter und Väter mag das völlig logisch sein. Nicht-Eltern betrachten all diese Veränderungen jedoch nicht selten eher skeptisch – selbst wenn sie sich ehrlich über den Nachwuchs ihrer Freundinnen und Freunden freuen.
Eine Studie von preply.com hat sich nun der Frage gewidmet, welche Aussagen und Angewohnheiten von Eltern auf Nicht-Eltern besonders nervig wirken. Dazu wurden 997 Menschen zwischen 18 und 76 Jahren ohne Kinder befragt.
Wenn Erwachsene in Babysprache reden
Dabei zeigte sich unter anderem, dass kaum etwas die Geduld von Nicht-Eltern so arg strapaziert wie permanentes Geplapper in Babysprache – also das Verwenden von erfundenen Wörtern, das Sprechen in einer erhöhten Tonlage und mit übertriebenem Singsang. Ausserdem sagten 70 Prozent der befragten Menschen ohne Kinder, dass es sie nervt, wenn Eltern immer wieder auf ihre Kinder zu sprechen kommen.
Spitzenreiter unter den Nerv-Sätzen für Nicht-Eltern ist: «Du hast keine Kinder, du verstehst das nicht.» 68 Prozent gaben an, dass sie dieser Satz auf die Palme bringt. Ebenfalls störend: «Du denkst, du bist müde. Aber warte mal ab, bis du Kinder hast.» Diesen Satz empfanden 51 Prozent der Probandinnen und Probanden als nervig. 41 Prozent gaben zudem an, dass sie die Aussage «Du verpasst die grösste Freude im Leben» stört.
Von anderen Klassikern wie «Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals so sehr lieben könnte», «Ich habe einen solchen Schlafmangel» und «Am Ende lohnt sich das alles», fühlen sich weniger als 20 Prozent der Nicht-Eltern gestört.
Zu den nervigsten Angewohnheiten von Eltern zählen laut den befragten Nicht-Eltern diese drei Dinge:
- Die eigenen Kinder ständig mit anderen zu vergleichen
- Die Kinder ständig in die Pläne miteinbeziehen wollen
- Sich selbst nur noch «Mami» und «Papi» zu nennen
Social-Media-Posts nerven nicht nur, sondern gefährden auch das Kind
Ebenfalls befragt wurden die Nicht-Eltern zum Verhalten von Eltern auf Social Media. Dabei stellte sich heraus, dass es 67 Prozent als störend empfinden, wenn Eltern zu Persönliches über ihre Kinder posten. Weiter nerve es sie, wenn Eltern zu viele Bilder ihrer Kinder hochladen und mit ihnen prahlen. 28 Prozent der Befragten gaben sogar an, befreundeten Eltern schon entfolgt zu sein oder sie blockiert zu haben, weil sie zu viel über ihre Kinder gepostet haben. Dass dies den Kindern tatsächlich mehr schadet als nützt, sollte mittlerweile den meisten Eltern klar sein. Hier erfahrt ihr, welche Arten von Bilder Kinder besonders gefährden.