1. Home
  2. People
  3. Life
  4. Gesundheit und Fitness
  5. Check-up: Ästhetik in der Hautkrebs-Chirurgie Krebsarten Diagnose
Check-up

Ästhetik in der Hautkrebs-Chirurgie

Hautkrebs kommt häufiger vor als alle anderen Krebsarten zusammen. Die gute Nachricht: Bei früher Diagnose sind 90 Prozent der Fälle heilbar und je nach Operationsmethode nicht mehr sichtbar.  

Artikel teilen

Check-up Ästhetik in der Hautkrebs-Chirurgie

Der halbe Nasenflügel muss entfernt werden. Rechts: Nach der Operation. Unten: Nach drei Wochen.

HO

Auch im vergangenen Jahr nahm die Schweiz wie schon Jahre zuvor den ersten Platz bei der Hautkrebsrate in Europa ein. Ein trauriger Rekord! Und es ist nicht nur die ältere Generation, die sich in ihrer Jugend sorglos stundenlang der Sonne aussetzte, davon betroffen. Das Melanom, der gefährliche schwarze Hautkrebs, findet man auch bei Menschen unter 50 Jahren. Laut der Krebsliga erkranken in der Schweiz pro Jahr rund 2500 Menschen an einem Melanom. 26 Prozent davon sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.

Die Patienten von Dr. Felix Bertram – Hautchirurg, wie er sicher selber nennt – leiden zu 80 Prozent an einem Basaliom oder Spinaliom, dem weissen Hautkrebs. Der streut zwar nicht, macht also keine Metastasen. In sehr seltenen Fällen kann das Spinaliom Ableger bilden. 20 Prozent der mittlerweile 5000 Operationen pro Jahr bei Skinmed in Aarau entfallen auf den schwarzen Hautkrebs. «Liegt die Eindringtiefe unter einem Millimeter, kann der schwarze Hautkrebs geheilt werden», sagt Bertram. Über einem Millimeter wirds ernst. Sind schon Metastasen vorhanden, spricht der Dermatologe von einem Todesurteil.

Basaliome und Spinaliome müssen trotzdem operativ entfernt werden, denn sie können tief in die Haut eindringen, darunter liegende Strukturen schädigen und entstellend wirken. Die Operationsmethode von Dr. Bertram nimmt der Diagnose den Schrecken, auch wenn halbe Nasenflüge von Krebs befallen sind. Der Eingriff erfolgt ambulant bei örtlicher Betäubung. Hauttransplantationen mit ortsfremder Haut im Gesicht lehnt er aus ästhetischen Gründen ab. Bertram nutzt das Gewebe rund um den Hautkrebs, verschiebt es, formt Hautlappen. «Man muss wissen, was man der Haut zutrauen kann», erklärt er. Und nach drei Wochen sieht keiner mehr, dass sich auf der Nase ein bösartiger Krebs befand.
 

Von Verena Thurner am 1. Mai 2017 - 20:47 Uhr, aktualisiert 20. Januar 2019 - 14:08 Uhr