Der Tod von Gene Hackman (1930–2025) und Betsy Arakawa (1961–2025) in Santa Fe gibt weiter Rätsel auf. Am 26. Februar hatten laut des Büros des Sheriffs Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes die Leichen des Schauspielers und seiner Frau gefunden. Ein Versorgungsmitarbeiter hatte sie verständigt, als er vor dem Haus keine Antwort der Bewohner erhalten hatte. In manchen Medien hatte es zuvor fälschlich geheissen, dass ein besorgter Nachbar die Polizei gerufen hatte.
In diesem Zustand wurden die Leichen gefunden
Die Polizei von Santa Fe im US–Bundesstaat New Mexico hat später in ihrem Durchsuchungsbericht, der unter anderem CBS vorliegt, Details zu dem Fall geliefert.
Demnach lagen die Leichen von Gene Hackman und Betsy Arakawa in unterschiedlichen Räumen. Hackman habe im Eingangsbereich des Hauses gelegen. Neben ihm wurden eine Sonnenbrille und ein Gehstock gefunden.
Arakawa wurde im Badezimmer gefunden. Neben ihrer Leiche sei ein Heizstrahler gelegen. In der Nähe entdeckten die Ermittler eine Dose mit Tabletten, die teilweise daneben verstreut gewesen sein sollen. Für wen der beiden die Medikamente verschrieben worden waren, ist noch nicht bekannt.
Die Toten lagen wohl schon länger in dem Anwesen. Die Leichen sollen Zeichen der Mumifizierung an Händen und Füssen gezeigt haben.
Haustür war offen – Fall als «verdächtig» eingestuft
Die Eingangstür des Hauses soll nur angelehnt gewesen sein. Laut Sheriff von Santa Fe gebe es aber keine «unmittelbaren Hinweise auf ein Verbrechen». An den Toten sollen sich keine Spuren einer Gewalteinwirkung gezeigt haben.
Dennoch stuften die Ermittler den Fall als «verdächtig» ein, sodass eine «gründliche Durchsuchung und Untersuchung erforderlich» sei.
War ein Gasleck verantwortlich für das Unglück?
Gene Hackmans Tochter aus erster Ehe spekulierte gegenüber «TMZ» , dass ihr Vater und ihre Stiefmutter an den Folgen einer Gasvergiftung gestorben sein könnten. So könnten sie laut Elizabeth Jean Hackman Kohlenmonoxid eingeatmet haben. Eine hohe Konzentration des geruchlosen Gases kann tödlich wirken.
Doch laut dem Durchsuchungsbericht habe es keine Zeichen eines Gaslecks in dem Haus gegeben. Die Ermittler hatten die Feuerwehr und das zuständige Erdgasversorgungsunternehmen, die New Mexico Gas Company, zurate gezogen. Beide konnten keine Unstimmigkeiten feststellen.
Toter Hund gibt Rätsel auf
Das grösste Rätsel gibt der Tod von einem der drei Hunde von Gene Hackman und Betsy Arakawa auf. Der Deutsche Schäferhund des verstorbenen Paares wurde leblos im Badezimmer gefunden. Er soll sich laut dem Sheriff in einem Schrank in einer Kiste oder einer Art Zwinger befunden haben.
Die anderen beiden Hunde traf die Polizei lebendig an. Einer soll sich ebenfalls im Badezimmer aufgehalten haben, der andere streifte durch den Garten.
Eine Autopsie der Leichen wurde bereits durchgeführt. Laut «TMZ» soll es aber vier bis sechs Wochen dauern, bis alle Ergebnisse da sind, darunter das Resultat toxikologischer Untersuchungen.