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Die Mutter von Elon Musk ist eine Ü70-Influencerin

Die Relevanz einer Frau sinkt mit der Anzahl Falten und dem Alter. Das nennt sich Altersdiskriminierung und findet IRL und auch im Internet statt. Dabei gibt es keinen Grund, warum Frauen über 70 nicht auch Influencerinnen sein können. Beweisen tun das Folgende. Allen voran Maye Musk.

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NEW YORK, NEW YORK - APRIL 11: Maye Musk attends 10th Annual DVF Awards at Brooklyn Museum on April 11, 2019 in New York City. (Photo by Nicholas Hunt/Getty Images for DVF Awards)

Ü-durchschnittsalter eines herkömmlichen Influencers und einer herkömmlichen Influencerin – trotzdem, man glaube es kaum, noch relevant: Maye Musk.

Getty Images for DVF Awards

Das Internet. Es ist ganz offensichtlich angekommen in der Ü-70-Generation. Die Pandemie leistete dabei so ihren Beitrag: Erst mit dem Videocall (man wollte seine jüngeren Verwandten ja weiterhin sehen und hören können) und jetzt verschicken sie schon allerlei lustige Katzenvideos. Ach was, angekommen: Sie haben es erobert, das Internet.

Der Blick auf Instagram zeigt das auch. Schon länger. Natürlich sind sie nicht ganz so sichtbar wie die jüngeren –  aber es gibt sie. Und es werden immer mehr: die Ü-70-Influencer:innen wie Grece Ghanem oder Maye Musk. Und sie zeigen: Frauen dürfen tragen, was sie wollen, und eben auch wann.

Lange fehlten realistische Stilvorbilder

Tatsächlich wird es, je älter man wird, immer schwieriger: zu wissen, was man darf. Die Rocklänge wird schon mit Mitte dreissig kritisch betrachtet. Je älter die Beine, je geringer die Spannkraft, je mehr Krampfadern, desto weniger will man die noch sehen. Frauen dürfen sich nicht jugendlicher anziehen, als sie eigentlich sind.

Um das Gegenteil zu beweisen, wurde früher gerne Iris Apfel (mittlerweile 98 Jahre als) als Beispiel hinzugezogen. Die trägt, was sie möchte, sieht darin immer chic aus. Sie schminkt sich die Augenlider türkis, die Kleider folgen einem dynamischen Farbkonzept. Schrill. 

Lange galt sie als das einzige Stilvorbild von nicht mehr 25-Jährigen. 2015 setzte eine Kampagne der Modemarke Celine erste Impulse, das zu ändern. In einer damals veröffentlichten Kampagne der Marke sitzt die zu diesem Zeitpunkt 80-jährige Schriftstellerin Joan Didion im schwarzen Outfit mit blickdichter Sonnenbrille und silbernem Bob auf einem Sessel herum – so, wie sie es schon mit Mitte vierzig auf einem berühmten Foto getan hatte: schlicht, chic und lässig.

Celine Kampagne 2015

Kampagne von Celine aus dem Jahr 2015.

Céline

Alles nämlich nicht nur einer eingeschränkten Altersgruppe vorbehalten. Das weiss Maye Musk, Mutter von Elon Musk, schon lange. Das ehemalige Model ist mittlerweile 72 Jahre alt und hat nie aufgehört zu tragen, was sie will. Eigentlich ist Musk gelernte Ernährungswissenschaftlerin. Doch sie wagte den Sprung in die Modewelt, in einem Alter, als sie die Mutter oder Grossmutter ihrer Kollegen und Kolleginnen hätte sein können. Ihre Mission seither: das Image der älteren Dame von Grund auf neu zu definieren. Via Social Media.

Man findet sie mittlerweile auf allen sozialen Kanälen. Bei Tiktok und Twitter genauso wie auf Instagram, wo sie ihren rund 400’000 Followern einen Einblick in ihren beruflichen und privaten Alltag gibt.

Ja, wir wissen: ehemaliges Model. Richtig viel Geld … Die ist jetzt auch nicht so mega bei den Leuten. Aber wie auch bei der jüngeren Altersgruppe, stellt sich auf Instagram auch hier immer mehr Diversität ein. Ein diverseres Schönheitsideal. Hier unsere Lieblinge: Hsu Sho-Er, 84, und Chang Wan-Ji, 83 aus Taiwan.

Von Rahel Zingg am 2. Februar 2021 - 18:09 Uhr