Den Spruch mit dem «Apple a Day» können wir uns an dieser Stelle sicher sparen. Ebenso wie die Info, dass die meisten Vitamine nicht im Fruchtfleisch, sondern in der Schale des handlichen Obstes stecken. Weiss man längst, richtig?
Etwas weniger bekannt mag aber die Tatsache sein, dass in Bezug auf den Vitamingehalt Apfel nicht gleich Apfel ist. Der variiert nicht nur von Grün zu Rot und Sorte zu Sorte, sondern hängt auch noch von der Anbauregion, der Position des Apfels am Baum, der Saison und vor allem auch der Dauer der Lagerung ab.
Apfelbaum vs. Mensch
Es ist ja so, während wir Menschen es gerne hätten, dass sich Obst und Gemüse so lange wie möglich so frisch wie möglich halten, verfolgen sie selber ein ganz anderes Ziel: Fortpflanzung. Sprich ihre Früchte so schnell wie möglich zu zersetzen zu lassen, um deren Kerne oder Samen an den natürlichen Kreislauf weiterzugeben.
Eine schlechte Ausgangslage. Nun hat der Mensch inzwischen natürlich Mittel und Wege gefunden, um seine geliebten Obst- und Gemüsesorten trotzdem so lange wie möglich zu horten und rund um die Welt zu schicken. Das gilt auch für Äpfel. In sogenannten «Controlled Atmosphere»-Lagern werden sie den idealen Sauerstoff-, Kohlendioxid, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen ausgesetzt, die ihren natürlichen Alterungsprozess aufhalten sollen. So hat das Obst teilweise schon bis zu neun Monate auf dem kleinen Buckel, bis es überhaupt in die Läden gelangt. Es gilt: Wer noch frisch aussieht und knackig ist, wird verkauft. Ob und wie viel des Vitamin-C-Gehalt dabei auf der Strecke geblieben ist, findet dabei keine Beachtung mehr.
Augen auf beim Apfelkauf
Wer Apfelkonsument aus Leidenschaft ist, sollte also wissen:
- je kürzer die Lagerung, umso mehr Vitamin C ist noch im Apfel enthalten
- rote Äpfel enthalten grundsätzlich mehr Vitamin C als grüne (und ausserdem den Farbstoff Anthocyane, der unsere Gefässe schützt)
- die Sorten «Braeburn», «Berlepsch», «Cameo» und «Topaz» enthalten von Natur aus am meisten Vitamin C
Wer nicht des Geschmackes, sondern tatsächlich des Vitamin Cs wegen regelmässig in Äpfel beisst, dem sei ausserdem noch Folgendes mit auf die gesunde, kulinarische Reise gegeben: Ein herkömmlicher Apfel kommt durchschnittlich auf eine Konzentration von etwa zehn Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm Frischgewicht. Orangen und Kiwis enthalten rund fünf- bis sechsmal mehr. So richtige Vitamin-C-Bomben sind ausserdem Sanddorn, Peperoni und Acerola – lest dazu hier noch mehr >
Wusstet ihr, dass rote Äpfel mehr Vitamin C enthalten? Was ist eure liebste Vitamin-C-Quelle?