Die Frage danach, ob das Badigspänli den Bikini schon anhätte, oder auch noch kurz in die Garderobe müsse, erübrigt sich dieser Tage. Zum einen, weil die Freibäder ihre Türen nun endgültig schliessen. Zum anderen, weil die Oberteile eklatant über den Kleidern liegen. Schon richtig verstanden: darüber. Also nicht direkt auf der nackten Haut. Fashion-Sünde? Nicht, wenn man auf den modischen Rat von Designer Jason Wu vertraut. Und der hat schliesslich das Vertrauen von Olivia Palermo, Christy Turlington oder etwa Diane Kruger.
Im Gegensatz zu einigen Kollegen (darunter Marc Jacobs und Ralph Lauren), nahm Jason Wu mit seinem gleichnamigen Label physisch an der New York Fashion Week teil. Über den Dächern von Manhattan liess Wu seine Models durch einen aufgebauten Jungle schlendern. Tropen-Feeling. Natürlich unter coronabedingten Auflagen. Das ausgewählte Publikum bestand aus 30 Gästen, der Rest verfolgte die Show im Livestream. Asymmetrischer Perlen-Schmuck hing an Ohren und Hälsen, Safari-Hüte baumelten den Rücken runter. Und die Bikinis? Wurden vereinzelt eben nicht unter, sondern über dem Stoff getragen.
Darunter-statt-darüber-Prinzip auch bei Tibi
Die verkehrte Anziehreihenfolge hat durchaus Potenzial, sich im Alltag zu etablieren. Ähnliches sah man nämlich beim Modelabel Tibi. Dort kombinierte Chefdesignerin Amy Smilovic einen weissen Pullover mit einem schwarzen Top mit Reissverschluss.
Styling-Tipp
Wie das herbsttaugliche Outfit gelingt? Eigentlich selbsterklärend. Kleid anziehen, Bikini darüber stülpen, et voilà. Ein Manko gibts da aber tatsächlich: Je nach Dicke des Kleiderstoffs, fällt der Bikini eventuell etwas zu klein aus und wirkt dementsprechend eng. Aber nicht entmutigen lassen und das Dilemma als Ausrede verwenden, sich ein letztes Mal von den Summer Vibes leiten zu lassen. Bikini-Shopping! Maske überm Gesicht und Bikini überm Kleid – it's a Look. Finden wir.
Habt ihr andere herbsttaugliche Bikini-Kombinationen auf Lager?